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Was ist MOBINET?
MOBINET ist ein praxisorientiertes Forschungsprojekt für Verkehrsmanagement,
Verkehrs-technologie und Mobilitätsdienste im Ballungsraum
München.
Die MOBINET-Entwicklungen werden in die Praxis umgesetzt
entweder als Feldversuch oder als modellhafte Anwendung. Einfach
gesagt: MOBINET entwickelt und testet Lösungen für die
Mobilität von morgen.

Was bewirkt MOBINET für die Region München?
Das Forschungsprojekt MOBINET arbeitet an Lösungen, die flüssigeren
Verkehr im Hauptstraßennetz und sinnvolle Parkraumverteilung
ermöglichen, öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen
und Autoverkehr in der Region München reduzieren.
MOBINET legt den Grundstein für das Verkehrsmanagement der
Zukunft: Die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, bessere
Information der Verkehrsteilnehmer, effiziente Verkehrssteuerung,
Verbesserungen an den Schnittstellen Park+Ride und Bike+Ride sowie
neue Wege der Verkehrseinsparung sind die wichtigsten Ziele der
insgesamt 26 Partner.
Damit leistet MOBINET einen wichtigen Beitrag, Mobilität dauerhaft
zu erhalten und unerwünschte Verkehrsfolgen spürbar zu
verringern. Beispielsweise entwickelt MOBINET Verkehrssteuerungsinstrumente,
für individuelle Verkehrsinformationen oder auch Konzepte zur
Einsparung von Verkehr durch Telearbeit. Die Region München
stärkt so ihre Position als Kompetenzzentrum im Bereich Verkehrsmanagement.

Wer steht hinter MOBINET?
Hinter MOBINET stehen 26 Partner: Der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt
München, Vertreter des öffentlichen Verkehrs, führende
Unternehmen der bayerischen Wirtschaft sowie wissenschaftliche Institute
und Planungsbüros. Das Forschungsprojekt MOBINET wird als eines
von fünf ausgewählten Forschungsprojekten zum Thema Mobilität
in Ballungsräumen vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung gefördert.
Welche Erfolge kann MOBINET vorweisen?
Der bisher spürbarste Projekterfolg ist das Parkraummanagement
in Schwabing und im Lehel. Dort wurden rund 50 Prozent der Stellplätze
für Anwohner reserviert; für die übrigen Stellplätze
gilt eine differenzierte Bewirtschaftung, die besonders das Dauerparken
unattraktiv macht. Durch diese quartierscharfen Lösungen finden
Anwohner nun leichter einen Parkplatz, aber auch Besucher und Beschäftigte
sind nicht ausgeschlossen und für Gewerbetreibende gibt es
Ausnahmeregelungen.
Weitere Erfolge sind beispielsweise eine Initiative für sichere
Schulwege, ein Konzept, das Park+Ride in München noch attraktiver
macht, ein Rufbusangebot im Erdinger Holzland und ein innovatives
System, das die Wartezeiten bei S-Bahn-Verspätungen verkürzt.
Welche Einzelprojekte werden in der kommenden Zeit noch
umgesetzt?
Ein Meilenstein ist die Einweihung der neuen Verkehrszentrale, die
Verkehrsdaten unterschiedlichster Systeme intelligent miteinander
verknüpft. Diese moderne Technik ermöglicht, zum Beispiel
Autofahrer über stauträchtige Ereignisse frühzeitig
zu informieren und umzuleiten.
Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Probebetrieb der Verkehrsinformationstafeln.
Neuartige Schilder zeigen dem Autofahrer an wichtigen Entscheidungspunkten
für die Route in die Stadt Stauzonen auf dem Mittleren Ring,
dem Autobahnring und wichtigen Hauptverkehrsadern. Dadurch ist der
Autofahrer frühzeitig über den Stau informiert und kann
entsprechend reagieren.
Und die entwickelten Multimedia-Dienstleistungen bieten eine neue
Qualität der Informationsübermittlung und erlauben dem
Verkehrsteilnehmer eine flexiblere Reiseplanung, die sich am aktuellen
Verkehrszustand orientiert.
Was ist neu an der Münchner Verkehrszentrale?
Die Münchner Verkehrszentrale vernetzt die verschiedenen im
Ballungsraum bestehenden Verkehrssysteme des öffentlichen und
Individualverkehrs: MVV, DB, Parkhaus-Betreiber, die städtische
Verkehrssteuerung und die Autobahnverwaltung. Die Verkehrszentrale
erfasst so die Verkehrszustände auf den Straßen und steuert
den Verkehr nach abgestimmten Strategien. So wird ein integriertes
Verkehrsmanagement möglich.
Von wem stammt die Idee für MOBINET?
Das Münchner Leitprojekt MOBINET wurde für den Ideenwettbewerb
Mobilität in Ballungsräumen des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung im Jahr 1998 entwickelt und mit vier
anderen Projekten durch eine Expertenjury zur Realisierung ausgewählt.
MOBINET baut auf den Erkenntnissen der vorausgegangenen Projekte
Kooperatives Verkehrsmanagement für die Stadt und Region
München (Munich Comfort, TABASCO) und BayernInfo
auf.
Was passiert nach Projektende?
Von MOBINET entwickelte Projekte und Konzepte werden von den Partnern
eigenständig weiterverfolgt oder zum Beispiel im Fall
der Informationsdienste an mögliche kommerzielle Betreiber
übergeben.
Für welche Verkehrsteilnehmer setzt sich MOBINET
besonders ein?
Der integrative Ansatz von MOBINET schließt alle Verkehrsteilnehmer
gleichermaßen ein. Die langjährige Zusammenarbeit von
unterschiedlichsten Partnern setzt einen Konsens über verkehrspolitische
Ziele und Grundsätze voraus, so dass keine Gruppe von Verkehrsteilnehmern
besonders protegiert wird. Bei MOBINET ziehen unter anderem so unterschiedliche
Partner wie die Landeshauptstadt München, der Freistaat Bayern,
die TU München, die BMW Group und die DB Regio AG an einem
Strang. Erklärtes Ziel ist, das Thema Mobilität ganzheitlich
zu betrachten.
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