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Angenommen, der Moderator der Tagesthemen
hätte einen Verkehrsexperten als Studiogast zum Thema Planung
der Urlaubsfahrt. Ein fiktives Interview an einem Augustabend um 22.55
Uhr. |
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Moderator: Vielen Dank, dass Sie
für uns Zeit gefunden haben. Was würden Sie unseren
Zuschauern empfehlen, um eine Urlaubsfahrt oder einen Ausflug
sicher zu planen?
Experte: Nun, wichtig ist erst mal,
überhaupt an die Planung einer Fahrt zu denken. Es ist
immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen ihre Reise einfach
so aus dem hohlen Bauch heraus antreten. Das Verhalten beobachte
ich sogar bei meinen Kollegen! (lacht) Da ist endlich der
letzte Arbeitstag vorbei, man will eigentlich nur noch seine
Ruhe und dann soll man auch noch seine Fahrt genau planen?
Da steigt man doch lieber einfach ins Auto und fährt
los.
Moderator: ...und landet im Stau,
weil es jeder so macht. Wie kann man das umgehen?
Experte: Also, das Schlüsselwort
heißt Flexibilität. Wer ausgerechnet mit dem berühmten
Bettenwechsel von Samstag bis Samstag in die Alpen fahren
muss, der braucht sich nicht zu wundern, wenn er nicht vorankommt.
Es gibt genug Unterkünfte, die nicht nur Buchungen von
Samstag bis Samstag zulassen. Da kann man verhandeln und einige
werben inzwischen sogar damit. Mit anderen Worten: Man sollte
schauen, dass man azyklisch fährt, nicht dann, wenn gerade
alle anderen unterwegs sind.
Moderator: Wie erklären Sie
das Eltern von schulpflichtigen Kindern, die an die Ferienzeit
gebunden sind?
Experte:
Ach, das ist doch heute kein wirkliches Problem mehr.
Man muss ja nicht gerade am ersten Ferientag fahren
oder am letzten zurückkehren, gerade dann, wenn
es die meisten anderen auch tun. Schauen Sie, wer seine
Reise flexibel plant, mit individuellen Reisezeiten,
-routen und –zielen, mit Zwischenstopps, der entdeckt
das wieder, was man im Wirtschaftswunderdeutschland
unter Urlaub verstand. |
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Damals war die Fahrt selbst schon das
Erlebnis, war Reise die Lust am Neuen. Mit dem Käfer
über die Alpen nach Capri zu fahren, war wirklich etwas
Außergewöhnliches, war Ausdruck eines Lebensgefühls.
Heute steigt man ins Auto und will nur möglichst schnell
seine 500 oder 1000 Kilometer zum Ziel runterreißen.
Moderator: Der Weg ist also schon das Ziel. Noch mal
zur Ausgangsfrage: Wie würden Sie eine Reise praktisch
planen? Experte: Man sollte
idealerweise zu den 40 Millionen Deutschen gehören, die
Zugang zum Internet haben. Im Netz gibt es eine Vielzahl von
Reiseplanungsmöglichkeiten, von der Buchung der Unterkunft,
über Routenplaner und Stauprognose bis hin zu Fahrplänen
von Fähren. Während man heute noch die Dienste einzeln
ansteuern muss, kann man für die nahe Zukunft erwarten,
dass man noch auf der Reise über mobile Endgeräte
über individuelle, alternative Reiserouten, etwa bei
Stau, aktuell informiert wird. Moderator:
Ich bedanke mich für das Gespräch. |
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