Ob in Jeans zum Shoppen oder im Anzug zum Meeting: Rund zwei Drittel aller Münchner nutzen das Radl für Fahrten zur Arbeit oder in der Freizeit.


Insgesamt rollen mittlerweile rund 800 000 Velos auf den Straßen und Radwegen der Bayernmetropole – und jährlich werden es mehr. Im Vergleich zu den 70er-Jahren strampeln inzwischen doppelt so viele Radfahrer auf Münchens Straßen, ihr Anteil am gesamten Verkehr beträgt heute 13 Prozent.
Der Trend wird von der Stadt forciert: Das Radwegenetz wird seit Jahren konsequent ausgebaut. Am Ende werden sich Radfahrer sicher auf 16 sternförmig angelegten und beschilderten Routen vom Stadtrand zum Marienplatz bewegen können – überwiegend abseits von Hauptverkehrsstraßen, durch Grünanlagen und Tempo-30-Zonen. Diese Radialrouten treffen dann auf je eine Kreisverbindung im äußeren und im inneren Stadtbereich. Das Bauvorhaben ist in der letzten Phase: 13 Strahlenarme sind bereits fertig gestellt und der innere Ring ist nahezu komplett. Nur der äußere Ring befindet sich noch in der Planung. „Mit dieser Infrastruktur wollen wir den Anteil des Radverkehrs auf 20 Prozent steigern“, sagt Sylvia Franzl, Leiterin des „Arbeitskreises Radverkehr“ der Stadt. „Damit wäre München eine der radfreundlichsten Städte Deutschlands.“

   
Neben den ausgedehnten Radwegen gibt es noch andere überzeugende Argumente fürs Radeln in München:
     
Ohne Staus kommt man mit dem Drahtesel umweltverträglich und schnell ans Ziel – auf Strecken bis fünf Kilometer Länge sogar deutlich schneller als Autofahrer. Pendler, die Rad und Schiene kombinieren wollen, können ihr Fahrrad außerhalb der Stoßzeiten in U- und S-Bahnen mitnehmen oder an den Bike+Ride-Stellplätzen parken. Und schließlich gibt es für all diejenigen, die kein eigenes Gefährt besitzen, den Leihräder-Service Call-a-Bike der Deutschen Bahn. Die orange-silbernen High-Tech-Räder gehören inzwischen ebenso zum Stadtbild Münchens, wie die Zeitungskästen, die uns täglich mit druckfrischen Zeitungen versorgen. Möglichkeiten, mit dem Bike München und Umgebung zu erkunden, gibt es also genug. Und Gelegenheiten in der kommenden Biergartensaison sicher auch.
 
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