Auf das Auto verzichten viele höchst ungern. Ein eigener Wagen ermöglicht Unabhängigkeit, garantiert Flexibilität und ist einfach unglaublich bequem! Zumindest glaubt man das.

Tatsächlich steht das Auto in vielen Haushalten einen Großteil der Zeit unbewegt herum. Die Parkplatzsuche in Wohngegenden oder bei Einkäufen in der Innenstadt ist nervenaufreibend und auch die steigenden Benzinpreise werfen mittlerweile immer öfter die Frage auf: Brauche ich mein Auto wirklich? Was kostet das eigentlich jeden Tag? Und welche sinnvollen Alternativen gibt es?

Wer sich diese Fragen stellt, gehört vielleicht schon bald zu einer ganz neuen Spezies: Den Smart Hoppern. Verkehrsteilnehmer vom Typ Smart Hopper lassen die Herzen von Mobilitätsexperten höher schlagen: Sie betreiben persönliches Mobilitätsmanagement, sind flexibel, informieren sich tiefgehend über Alternativen und haben akuten Handlungs- und Beratungsbedarf. Sein Verhalten macht ihn nicht nur mobil, er entlastet auch das belastete Verkehrsnetz in München.

Erst einmal sollte man sich umfassend informieren. Unterstützung für dieses Private Mobilitätsmanagement findet man auf zahlreichen Websites (ausführliche Linkliste auf www.muenchen.de). Eine Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen auch außerhalb des Netzes für interessierte Münchnerinnen und Münchner wird inzwischen als zunehmend wichtig eingeschätzt.

Basierend auf verschiedenen Kriterien wie Finanzen, Präferenzen, körperliche Einschränkungen u. a. wird ein persönliches Profil erstellt. Dann setzt die Beratung über verschiedene Alternativen ein: Lohnt das Umsteigen auf Car-Sharing, Öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad? Kann man Fahrgemeinschaften zur Arbeit bilden oder sein Auto mit den Nachbarn teilen? Gibt es Job-Tickets, die der Arbeitgeber unterstützt? Nutzt man Park+Ride-Anlagen vor den Toren der Stadt und legt einen Teil des Weges mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zurück? Die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass Angebote nur dann genutzt werden, wenn sie einen deutlichen Mehrwert haben, ausreichend bekannt sind und individuelle Lösungen liefern.

Die persönlichen Anforderungen der Verkehrsteilnehmer sind dabei sehr unterschiedlich, jeder hat individuelle Gewohnheiten und Notwendigkeiten bei seinen Wegen durch die Stadt und Region. Kinder müssen sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen, Körperbehinderte sind in ihrer Mobilität eingeschränkt und Senioren lieben oft den persönlichen Dialog. Weitere Mobilitätsprofile, beispielsweise für Touristen, Berufsfahrer, Pendler, Wochenendausflügler und Berufstätige werden analysiert und anschließend jeweils passende Angebote erarbeitet.

Viele MOBINET-Projekte, etwa FUN-INFO oder die neue Verkehrszentrale, setzen genau hier an und bauen neue Strukturen auf, die das persönliche Mobilitätsmanagement erleichtern. Gute Zeiten für Smart Hopper!

 
 
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