Erstens, den sportiven Typ.

Er nimmt die Herausforderung an, klappert systematisch Haupt- und Nebenstraßen ab, kennt die kleinen, versteckten Parknischen, die von Unwissenden übersehen werden. Dieser Typ hat den professionellen Blick für die Lücke entwickelt und identifiziert jeden Passanten sofort, der mit gezücktem Schlüssel in Richtung Wagen geht. Er kennt die Ausmaße seines Wagens genau und absolviert rekordverdächtige Parkmanöver in unglaublich kleinen Parklücken. Am Monatsende rechnet er die Knöllchenbeträge zusammen und freut sich jedesmal, wenn er weniger bezahlen musste als im langjährigen Mittel.

     

Der zweite Typ ist der Archaische.

Für ihn ist Parksuchverkehr eher Parkfluchverkehr: Er nutzt die Parkplatzsuche als emotionales Ventil, immer bereit, den Wagen auch blitzartig zu verlassen, um Konkurrenten durch lautstarke Argumente zu überzeugen, dass im Großstadtdschungel das Gesetz des Stärksten gilt. Knöllchen zerreißt er unbesehen und demonstrativ öffentlich noch an Ort und Stelle.

     

Die dritte Spezies schließlich ist der Einstein-Typ.

Er weiß, dass Zeit und Raum relativ sind – vor allem bei der Parkplatzsuche. Ihm ist bewusst, dass es in der Münchner Innenstadt relativ wenig Parkraum gibt, und dass es relativ viel Zeit kostet, einen Parkplatz zu finden. Der Einstein-Typ weiß sich zu helfen: Er schätzt sein Auto, erkennt aber auch, wann es ihm eher zur Last wird. Ihm ist bewusst, dass er Zeit und Geld spart, wenn er in der richtigen Situation auf Alternativen umschwenkt und den Wagen einfach mal stehen lässt.

     

 

 

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